Die wichtigsten Götter und Göttinnen im Hinduismus
Erfahren Sie alles über die zentralen Götter und Göttinnen im Hinduismus. Fakten, Symbole, Mythen und eine übersichtliche Entscheidungsmatrix. Jetzt informieren!
- Entstehung und kosmologische Ebenen der Gottheiten
- Die Trimurti: Schöpfung, Erhaltung, Zerstörung
- Die wichtigsten Göttinnen im hinduistischen Pantheon
- Spezielle Inkarnationen: Rama, Krishna, Hanuman
- Göttervielfalt, Kultpraxis und Orientierung
Entstehung und kosmologische Ebenen der Gottheiten
Brahman, Ishvara und das Ursprüngliche im Hinduismus
TL;DR: Die Wurzel des hinduistischen Götterkosmos bildet das unpersönliche Brahman, das sich in Ishvara manifestiert – der Götterhimmel ist vielfältig, dynamisch und ein Spiegel für das unermesslich Komplexe der Welt.

Der Hinduismus unterscheidet sich grundlegend von monotheistischen Religionen. Er kennt keine zentrale Autorität vergleichbar dem Vatikan. Stattdessen entfaltet sich eine polytheistische, von regionalen Besonderheiten und zahllosen Legenden geprägte Götterwelt. Im Zentrum steht Brahman, als allesdurchdringendes kosmisches Bewusstsein, ohne Eigenschaften und Form. Wenn sich Brahman "verkörpert", tritt Ishvara hervor, oft personifiziert und verehrt. Innerhalb des Hinduismus lassen sich drei Hauptformen von Ishvara besonders ausmachen: Brahma, Vishnu und Shiva – sie repräsentieren Erschaffung, Erhaltung und Zerstörung.
Trimurti – Die Dreieinigkeit im Hinduismus
Brahma erschafft, Vishnu erhält, Shiva transformiert. Die als Trimurti bekannte Trinität symbolisiert die zyklische Dynamik des Universums im Hinduismus. Jede dieser Hauptgottheiten übernimmt dabei zentrale, unumkehrbare Aufgaben im kosmischen Zyklus – eine Bildlichkeit, die im Westen weitgehend fehlt und im Hinduismus als "G.O.D." (Generator, Operator, Destroyer) anschaulich paraphrasiert wird.
Die Trimurti: Schöpfung, Erhaltung, Zerstörung
Brahma – der Schöpfer des Universums
Brahma gilt als der erste Manifest gewordene Gott aus Brahman. Er erschuf in tiefster Meditation alle Formen des Daseins. Dargestellt wird Brahma meist auf einer Lotusblüte sitzend, mit vier Gesichtern und ebenfalls vier Armen. Seine Attribute: Veden (heilige Schriften), Lotusblüte (Schöpfung), Japa Mala (Meditation) und Kamandalu (Bettelschale). Trotz dieser Rolle ist Brahma weniger populär; seine Verehrung nimmt gegenüber Vishnu und Shiva eine Nebenrolle ein. Quellen: Wikipedia: Brahma
Vishnu – der Erhalter und Bewahrer
Vishnu erscheint als vollkommener Erhalter. Er symbolisiert Schutz, Mitgefühl und universelle Ordnung. Typisch sind vier Arme mit Lotus, Keule, Muschelhorn und Diskus. Vishnu fährt auf dem Adler Garuda oder ruht auf der Weltschlange Ananta. Seine weibliche Entsprechung: Lakshmi, Göttin für Glück und Fülle. Er steht für die Tugenden altruistischer Hingabe und das aufrechte Handeln (Dharma). Quellen: Wikipedia: Vishnu
Shiva – Zerstörer, Erneuerer und Schutzgott
Shiva verkörpert Transformation, aber auch Askese und ekstatische Schöpferkraft. Ikonographisch ist Shiva als meditierender Yogi, als tanzender Nataraj oder zerstörerischer Rudra bekannt. Attribute: Dreizack, Trommel, Tigerfell, drittes Auge. Shiva steht für das Prinzip, dass Zerstörung immer Voraussetzung für spätere Erneuerung ist. Seine weibliche Kraft zeigt sich in Parvati, Durga und Kali. Quellen: Wikipedia: Shiva
Die wichtigsten Göttinnen im hinduistischen Pantheon
Saraswati – Göttin der Weisheit und der Künste
Saraswati, die Gemahlin Brahmas, steht für Weisheit, Wissenschaft, Musik und Künste. Besonders Schüler, Intellektuelle und Kunstschaffende verehren sie. Ihr Symbol ist die Veena, eine indische Laute, auf der sie sitzt, meist flankiert von Veden und Lotus. Quelle: Wikipedia: Saraswati
Lakshmi – Göttin von Glück, Wohlstand und Fülle
Lakshmi, die Gemahlin Vishnus, steht für gelassene Großzügigkeit und moralischen wie materiellen Wohlstand. Sie gilt als Inbegriff positiver Schöpferkraft, häufig auf Lotusblüten stehend und mit Goldmünzen in segensspendender Geste abgebildet. Quelle: Wikipedia: Lakshmi
Parvati, Durga und Kali – die vielschichtige Urgöttin
Parvati, oft als sanfte Muttergöttin verehrt, zeigt als Durga einen kämpferischen Aspekt — bewaffnet, auf einem Tiger reitend, um das Böse zu besiegen. Als Kali nimmt sie eine wilde, zornige Gestalt an – Symbol für ungebändigte weibliche Kraft und radikale Reinigung. Quelle: Wikipedia: Durga/Kali
Devi – die große Göttin
Devi ist die übergreifende göttliche Mutter, die als Shakti, schöpferische Ur-Kraft, alle Aspekte der Weiblichkeit vereint: Weisheit, Wohlstand, Zerstörung wie Schutz. Diese Göttin ist insbesondere für die Richtung des Shaktismus prägend. Quelle: Wikipedia: Devi

Spezielle Inkarnationen: Rama, Krishna, Hanuman
Vishnus Avatare und Heldengestalten
Vishnu erscheint laut Überlieferung mehrfach, um die kosmische Ordnung angesichts des Bösen zu sichern. Zu seinen wichtigsten Inkarnationen zählen Rama, Krishna und Narasimha. Rama steht für Ideal und gerechtes Handeln im Nationalepos Ramayana. Krishna, vielschichtigster Avatar, ist Heiler, Lehrer und Geliebter – vor allem jedoch der göttliche Lenker in der Bhagavad Gita.
Hanuman, der Affengott, ist Archetyp von Treue und Hingabe. Seine Stärken, Loyalität und Kraft machen ihn zum Vorbild für Sportler, Bhakti-Yogis und alle, die ein aufrichtiges, achtsames Leben führen möchten. Quelle: Wikipedia: Rama | Krishna | Hanuman
Göttervielfalt, Kultpraxis und Orientierung
Schauen Sie sich doch einmal eine Übersicht all unserer spannenden Themen an
Ganesha – Herr der Hindernisse
Ganesha, der elefantenköpfige Sohn von Shiva und Parvati, ist Patron für Glück, Erfolg und Überwindung von Hindernissen. Ganesha wird praktisch in jedem Lebensbereich verehrt – sein Bildnis ziert Häuser, Fahrzeuge und Geschäftsräume. Quelle: Wikipedia: Ganesha
Kultpraxis und regionale Besonderheiten
Jeder Landstrich hat seine eigenen bevorzugten Gottheiten und Ausdrucksformen: Festival-Kalender, Tempelarchitekturen, Opferbräuche und Rituale reichern die Götterlandschaft an. Auch Einzelpersonen wählen häufig eine "Ishta Devata", eine persönliche Schutzgottheit.
Orientierung im Götterdschungel: Wer passt zu wem?
Im Hinduismus gibt es keine starre Dogmatik. Die Beziehung zwischen Mensch und Gottheit basiert auf individuellen Lebensphasen, Bedürfnissen und sozialen Rollen. Während Studierende Saraswati suchen, bitten Händler Lakshmi um Wohlstand. Sportler ehren Hanuman, Familien Krishna und Rama.
Zitate aus der Forschung
„Die berühmten Gottheiten Vishnu, Shiva und Devi durchdringen das kulturelle Leben Indiens wie rote Fäden und verbinden die Glaubenspraktiken über regionale Unterschiede hinweg.“ — Wikipedia: Hinduistische Gottheiten / Studien zu religiösem Alltag
Das Pantheon als Spiegel des Lebens
Der hinduistische Götterhimmel spiegelt die Vielfalt und Komplexität des Lebens wider. Ordnung, Zerstörung, Fülle und Chaos existieren gleichwertig nebeneinander – jeder Gott und jede Göttin steht für universelle Prinzipien und zugleich für individuelle Lebenswege.
Orientierung: Die wichtigsten Gottheiten auf einen Blick
Die folgende Entscheidungsmatrix gibt eine kompakte Übersicht und unterstützt bei der Auswahl – sei es zur persönlichen Andacht, für ein Referat oder als Einstieg ins eigene spirituelle Interesse.
Vorteile & Nachteile auf einen Blick
Vorteile
- Vielfältige Auswahl nach persönlichen Bedürfnissen
- Flexibilität und Individualität im spirituellen Zugang
Nachteile
- Komplexität erschwert Einstieg und Vergleichbarkeit
- Regionale Unterschiede können zu Unsicherheiten führen
Checkliste für die Praxis
- Kurzportraits der Hauptgötter studieren
- Sinnbilder und Attribute merken
- Eigene Bedürfnisse reflektieren – wer spricht Sie an?
- Regelmäßige Rituale fördern Verständnis und Verbindung

Weiterführende Informationen und Quellen
Vertiefende Artikel, Erzählungen und Bildmaterial finden sich bei Wikipedia und Pinterest. Stiftung Warentest bietet gelegentlich strukturierte Vergleiche zu Themen rund um Kultur und Religionspraxis. Für wissenschaftlich verlässliche Hintergründe wird jedoch empfohlen, stets auf fachliche Literatur und Primärquellen zurückzugreifen.
Zielgruppen im Blick
Perspektive für 20–40 Jahre
Die junge erwachsene Generation sucht oft Verbindung, Sinn und Inspiration. Götter wie Saraswati (für intelligentes Lernen), Hanuman (innere Stärke) oder Lakshmi (Selbstbewusstsein und Wohlstandserlebnis) bieten identifikatorisches Potenzial. Digitale Bildsprache und kurze Zusammenfassungen erleichtern den Einstieg in die bunte Welt des Hinduismus.
Perspektive für 40–60 Jahre
Beruf, Familie, soziale Verantwortung stehen im Mittelpunkt. Shiva (Transformation, Balance), Vishnu (Wohlstand und Schutz) sowie Rama (Pflichtgefühl, Ideale) stärken Männer und Frauen in der Vereinbarkeit verschiedener Lebensaufgaben. Für diese Zielgruppe stehen Werte wie Durchhaltevermögen, Integrität und gemeinschaftsstiftende Rituale im Vordergrund.
Perspektive ab 60
Mit wachsender Lebenserfahrung rückt die Frage nach dem Wesentlichen ins Zentrum. Parvati (Mütterlichkeit, Fürsorge), Devi (universelle Weisheit) und Krishna (spirituelle Befreiung, Gelassenheit) bieten hier Bezugspunkte. Die Beschäftigung mit Mythen und Ritualen dient der Sinnfindung, dem Generationendialog und der Auseinandersetzung mit Vergänglichkeit.
„Der Reichtum der hinduistischen Götterwelt spiegelt den Facettenreichtum des Lebens – Vielfalt, Wandel und individuelle Ausdrucksformen inspirieren seit Jahrtausenden die spirituelle Praxis.“
Redaktion Evolution24
Weitere Stichwörter zu diesem Artikel
Das könnte Sie auch interessieren
Yin Yoga entspannt – Dehnung und Stärkung des Bindegewebes | DAS YOGA MAGAZIN
Meditationstechniken zur Förderung innerer Ruhe
Einfache Yoga Übungen für zu Hause: Dein Start in mehr Spiritualität, Gesundheit & Wohlbefinden!
Der Raja-Yoga-Weg: Ein Pfad zu geistiger Meisterschaft
Vrichikasana Haltung bei Yoga – Übung für Fortgeschrittene



